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www.herkunftseltern.com

 

** Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern!! **

 

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Wir sind eine Selbsthilfegruppe für alle Herkunftseltern, zwangsadoptierte Geschwister Verwandte & sonstige von Zwangsadoption Betroffene.

 

Herkunftseltern der ehemaligen DDR wurden vielfach schon bei der Geburt um Ihre Kinder betrogen.

Diese wurden uns oft schon im Krankenhaus geklaut und man erklärte uns lapidar, diese seien verstorben oder zur Adoption freigegeben. Es gibt kaum Unterlagen & Beweise darüber.


Wir wollen miteinander reden und uns austauschen, über Erfahrungen, Gefühle u.s.w.
Wir wollen auch die Mütter ,Väter & Geschwister ansprechen, die Ihre Suche nach dem eigenen Kind schon beendet haben.

Wir möchten Unterstützung bieten, auf dem langen Weg der Suche damit das Leid, was uns widerfahren ist, sich nicht wiederholt.

Wir möchten auf unseren Internetseiten über das Thema Zwangsadoption & Herkunft sachlich informieren. Wir bieten Adressen von Selbsthilfegruppen. Sie finden Erfahrungsberichte, Literatur und Gesetzestexte, Hinweise zu aktuellen Veröffentlichungen und Seminaren zum Thema.

 

Es finden z.Zt. auch Kundgebungen in Berlin statt, an denen wir uns rege beteiligen sollten, damit wir unsere Kinder finden & Kinder Ihre Eltern.

Nur so kann auch in der Politik, Ämtern und Behörden ein Umdenken erfolgen.

Eine Suchseite haben wir auch eingebaut, auf diese hat jeder User des Internets Zugriff.

 

** Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern!! **

 

Babys 60er Jahre

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RE: Dieser Brief entstand 2005

#1 von Kati1407 , 07.02.2008 12:59

Sehr geehrte Frau G.,

Ich möchte Ihnen diesen Brief über eine meiner besten Freundinnen, A. ist auch Adoptivmama wie Sie, zukommen lassen. Damit sie nicht denken, ich würde sie damit einfach jetzt nach 18 Jahren überfallen, dies möchte ich auf keinen Fall.

Es fällt mir sehr schwer die richtigen Worte zu finden.
Seit vielen Jahren schon bin ich auf der Suche nach meinem Kind und glaube Ihn nun bei Ihnen gefunden zu haben.
Viele Versuche scheiterten. Unter anderem habe ich beim Jugendamt einen Brief für S. hinterlegt, den er falls er mich kennen lernen möchte dort bekommt.
Ich möchte Ihnen danken, dass Sie ihm ein Zuhause gegeben haben, und ihn aufgezogen haben. Dass sie Ihm vielleicht all das gegeben haben, was ich Ihm vielleicht zum damaligen Zeitpunkt nicht hätte geben können.

Sie fragen sich bestimmt, wer ich bin. Ich bin die Frau, die ihn geboren hat. Damals wurde über meinen Kopf hinweg entschieden, dass er zur Adoption freigegeben wird. Bis vor 2 Jahren konnte ich nicht einmal nachweisen jemals ein Kind geboren zu haben.

Es war sehr schlimm für mich, vor 10 Jahren zu erfahren, dass ich an Unterleibskrebs erkrankt sei. Krebs tritt leider in meiner Familie von Generation zu Generation in frühen Lebensjahren auf. Ich erkrankte im Alter von 21 Jahren. Ich möchte sie daher bitten S. regelmäßig untersuchen zu lassen, da es Ihnen sicher wichtig ist Ihn vor dieser Krankheit zu bewahren. Meine Mutter erkrankte 1981 an Unterleibskrebs, konnte aber Gott sei Dank gerettet werden, sie war zum Zeitpunkt der Diagnose erst 26 Jahre.

Mein Vater verstarb vor 11 Jahren im Alter von 48 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs und meine Oma väterlicherseits 1998 an Streukrebs.
Leider brach die Krankheit in diesem Jahr wieder bei mir aus, diesmal war die Schilddrüse betroffen.

Ich würde S. und natürlich auch Sie sehr gerne kennen lernen. Ich möchte Ihnen nichts wegnehmen, ich möchte das Kind das ich gebar nur endlich mal kennen lernen oder zumindest nach diesen vielen Jahren ein Bild von Ihm besitzen. Ich habe Ihn nie vergessen und Tag und Nacht an Ihn gedacht. Oft habe ich geweint, aber ich hatte ja damals keine Chance.
Ich hoffe sie können das verstehen.

Heute lebe ich in Berlin, bin glücklich verheiratet und habe nach S. noch 2 Kinder geboren. S. ist heute 10 und F. ist 2 Jahre alt. Mein Mann brachte außerdem 2 Kinder mit in die Ehe T. ist 12 und A. ist 8 Jahre alt.

Ich bin Hotelfachfrau , allerdings wurde ich aufgrund meiner Erkrankung zum August dieses Jahres arbeitslos. Mein Mann ist als Kraftfahrer tätig.

Unsere Tochter S. ist nun in einem Alter, wo sie sehr oft nach S. fragt, auch sie würde Ihn gern kennen lernen.

S. ist im letzten Monat 18 geworden und ich denke, er muss nun auch selbst wissen, was er will. Leider erfuhr ich erst in diesem Sommer, wo er ist. Ich hörte auch von dem schweren Unfall, den er vor ein paar Jahren hatte. Dieses tut mir wahnsinnig leid.
In den 18 Jahren habe ich immer geahnt, wo er ist, wollte Ihm aber seine unbeschwerte Kindheit und Jugend nicht nehmen. Ich würde ihn niemals aus seiner Familie herausreißen, denn sie sind seine Eltern, die er liebt und braucht.

Ich hoffe Sie können meinen Wunsch verstehen und respektieren.

Hoffe bald von Ihnen Antwort zu erhalten und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Am Ende des Tunnels ist immer ein Licht

 
Kati1407
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