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www.herkunftseltern.com

 

** Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern!! **

 

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Wir sind eine Selbsthilfegruppe für alle Herkunftseltern, zwangsadoptierte Geschwister Verwandte & sonstige von Zwangsadoption Betroffene.

 

Herkunftseltern der ehemaligen DDR wurden vielfach schon bei der Geburt um Ihre Kinder betrogen.

Diese wurden uns oft schon im Krankenhaus geklaut und man erklärte uns lapidar, diese seien verstorben oder zur Adoption freigegeben. Es gibt kaum Unterlagen & Beweise darüber.


Wir wollen miteinander reden und uns austauschen, über Erfahrungen, Gefühle u.s.w.
Wir wollen auch die Mütter ,Väter & Geschwister ansprechen, die Ihre Suche nach dem eigenen Kind schon beendet haben.

Wir möchten Unterstützung bieten, auf dem langen Weg der Suche damit das Leid, was uns widerfahren ist, sich nicht wiederholt.

Wir möchten auf unseren Internetseiten über das Thema Zwangsadoption & Herkunft sachlich informieren. Wir bieten Adressen von Selbsthilfegruppen. Sie finden Erfahrungsberichte, Literatur und Gesetzestexte, Hinweise zu aktuellen Veröffentlichungen und Seminaren zum Thema.

 

Es finden z.Zt. auch Kundgebungen in Berlin statt, an denen wir uns rege beteiligen sollten, damit wir unsere Kinder finden & Kinder Ihre Eltern.

Nur so kann auch in der Politik, Ämtern und Behörden ein Umdenken erfolgen.

Eine Suchseite haben wir auch eingebaut, auf diese hat jeder User des Internets Zugriff.

 

** Jedes Kind hat ein Recht auf Eltern!! **

 

Babys 60er Jahre

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RE: Kein Kontakt zur leiblichen Mutter

#1 von Rabenkind ( gelöscht ) , 30.06.2010 10:20

Hallo,

ich bin ein adoptiertes Kind. Ich wurde vor 30 Jahren von meiner 19jährigen Mutter zur Adoption freigegeben. Über 10 Jahre habe ich mit meinem Schicksal gerungen, habe mehrere Anläufe benötigt, um meine leibliche Mutter zu finden. Ich fuhr in ihren heutigen Heimatort, schaute mir an, wo sie lebt. Ich erschrak: Ich suchte in meinem Kopf nach einem 19jährigen Mädchen, meine Mutter war in meiner Vorstellung nie gealtert. Es war das erste Mal, wo ich anfing zu begreifen, was es eigentlich bedeutet, adoptiert zu sein.
Jeden Tag geht mir eine Frage durch den Kopf: Warum? - Ich kann mir das rational erklären: Jung, unverheiratet, katholisches Milieu, dann plötzlich schwanger. Ich habe sehr gute Adoptiveltern und hatte ein gutes Zuhause. Ich bin meinen Eltern dankbar dafür, dass sie mich adoptiert haben. Und trotzdem bleibt bei mir diese eine Frage, die ich emotional nicht beantworten kann: Warum wurde ich zur Adoption freigegeben? Diese Frage kann mir nur meine leibliche Mutter beantworten.

Ich habe über das Jugendamt einen Brief schreiben lassen, mit der Bitte um schriftliche Kontaktaufnahme. Seit zwei Monaten ist der Brief unbeantwortet. Meine leibliche Mutter reagiert nicht darauf. Ich weiß nicht, in welche Familienverhältnisse dieser Brief hinein gekommen ist: Weiß ihre Familie überhaupt von mir? Habe ich Halbgeschwister? Wie hat meine leibliche Mutter dieses Ereignis - unser Ereignis! - verarbeitet und wie nimmt sie diesen Brief des Jugendamtes auf? Ich bin verzweifelt. Sie antwortet nicht. Wieso? Wenn sie keine Kontaktaufnahme wünscht, könnte sie das mitteilen. Auch das wäre für mich eine Antwort auf viele Fragen. Aber keine Reaktion...

Es fällt mir sehr schwer, mich in die abgebende Seite, in meine leibliche Mutter, hineinzuversetzen. Vielleicht gibt es jemanden hier, die mir von ihrer Sicht erzählen könnte und Vermutungen hat, weshalb meine leibliche Mutter nicht reagiert? Darüber würde ich mich freuen.

Rabenkind

RE: Kein Kontakt zur leiblichen Mutter

#2 von Gelöschtes Mitglied , 14.07.2010 20:28

Zitat
Gepostet von Rabenkind
Hallo,

ich bin ein adoptiertes Kind. Ich wurde vor 30 Jahren von meiner 19jährigen Mutter zur Adoption freigegeben. Über 10 Jahre habe ich mit meinem Schicksal gerungen, habe mehrere Anläufe benötigt, um meine leibliche Mutter zu finden. Ich fuhr in ihren heutigen Heimatort, schaute mir an, wo sie lebt. Ich erschrak: Ich suchte in meinem Kopf nach einem 19jährigen Mädchen, meine Mutter war in meiner Vorstellung nie gealtert. Es war das erste Mal, wo ich anfing zu begreifen, was es eigentlich bedeutet, adoptiert zu sein.
Jeden Tag geht mir eine Frage durch den Kopf: Warum? - Ich kann mir das rational erklären: Jung, unverheiratet, katholisches Milieu, dann plötzlich schwanger. Ich habe sehr gute Adoptiveltern und hatte ein gutes Zuhause. Ich bin meinen Eltern dankbar dafür, dass sie mich adoptiert haben. Und trotzdem bleibt bei mir diese eine Frage, die ich emotional nicht beantworten kann: Warum wurde ich zur Adoption freigegeben? Diese Frage kann mir nur meine leibliche Mutter beantworten.

Ich habe über das Jugendamt einen Brief schreiben lassen, mit der Bitte um schriftliche Kontaktaufnahme. Seit zwei Monaten ist der Brief unbeantwortet. Meine leibliche Mutter reagiert nicht darauf. Ich weiß nicht, in welche Familienverhältnisse dieser Brief hinein gekommen ist: Weiß ihre Familie überhaupt von mir? Habe ich Halbgeschwister? Wie hat meine leibliche Mutter dieses Ereignis - unser Ereignis! - verarbeitet und wie nimmt sie diesen Brief des Jugendamtes auf? Ich bin verzweifelt. Sie antwortet nicht. Wieso? Wenn sie keine Kontaktaufnahme wünscht, könnte sie das mitteilen. Auch das wäre für mich eine Antwort auf viele Fragen. Aber keine Reaktion...

Es fällt mir sehr schwer, mich in die abgebende Seite, in meine leibliche Mutter, hineinzuversetzen. Vielleicht gibt es jemanden hier, die mir von ihrer Sicht erzählen könnte und Vermutungen hat, weshalb meine leibliche Mutter nicht reagiert? Darüber würde ich mich freuen.


RE: Kein Kontakt zur leiblichen Mutter

#3 von Gelöschtes Mitglied , 14.07.2010 21:03

Hallo Rabenkind,

ich bin auch eine Herkunftsmutter und kann deine Leibliche Mutter schon etwas verstehen warum sie sich nicht meldet.
Es sind seit deiner Adoption schon viele Jahre vergangen und ich kann da auch von mir selber sprechen, das man es verdrängt, aber nicht vergessen kann. Aber man muss selber auch irgendwie weiterleben. Stell dir vor auf einmal kommt ein Brief von deinem Kind das du vor Jahren aus welchen Gründen auch immer wegegeben hast, was meinst du was das alles in einem auslöst. Es kommt wirklich alles was man die ganzen Jahre mit sich rumgetragen hat wieder hoch, schlimmer als je zuvor. Als sich mein Kind nach 25 Jahren gemeldet hat, das kann ich gar niemanden sagen wie schlimm das für mich emotional war. Ich hatte mein Kind nie vergessen und die Nachwehen waren schlimmer mit all den Jahren. Ich wollte auch aus rein emotionalen Gründen und auch aus Selbstschutz für mich keinen persönlichen Kontakt.Da ich wusste das es für mein Kind nicht um mich geht und es ihm eigentlich egal ist wie ich mich fühle, sondern das es ihm nur um Informationen geht und sonst um nichts. Ich hatte mich vorher in Foren etwas informiert was und vor allen Dingen Adoptierte wollen wenn sie ihre Mutter suchen, es war teilweise erschreckend mit welcher Kälte und teilweise Aroganz sich die Adoptierten über ihre Beweggründe äußerten.

Sie wollen nur wissen wem sie ähnlich sind und ob es Erbkrankheiten usw. gibt. Sie interessierten sich in Wirklichkeit kein bisschen über die Person selber.
Außerdem brechen alle den Kontakt wenn sie ihre Informationen haben eh wieder ab.

Auch wenn es hart klingt sie haben ihre Familie und ihre leibliche Mutter (Erzeugerin) wie die meisten denken brauchen sie nur eben um Auskünfte zu bekommen.
Ich will bis heute deshalb keinen persönlichen Kontakt, mein Kind weiß aus einem Brief warum es zur Adoption kam und hat sich dann auch nicht mehr gemeldet.
Auch wenn die Adoeltern immer gerne so tun als ob sie es ihrem Kind wünschen das es die leibliche Mutter kennenlernt wollen sie eigentlich doch nur eins erreichen das das Kind wieder merkt wie toll es es doch bei ihnen getroffen hat und sind froh wenn es nicht klappt und in die Hose geht. Ich habe manchmal schon etwas den Verdacht das sie ihre Adoptivkinder absichtlich suchen lassen auch um der Leiblichen Mutter weh zutun und eben wieder als tolle Eltern dazustehen. Ist aber jetzt nur meine persönliche Meinung.
Vielleicht weiß auch ihre neue Familie nichts von dir, kann auch sein oder sie hat damit abgeschlossen. Ich weiß ja nicht wie du dir ein kennenlernen vorstellst und ob du persönlichen Kontakt willst.
Ich für mich bin froh das ich darauf verzichtet habe, weil ich möchte, versteh es jetzt nicht falsch kein Affe im Zoo sein den man mal schnell begutachtet und dann wieder verschwindet, dafür bin ich mir zu schade und auch etwas zu Stolz. Ich stelle mich auch nicht zur Verfügung damit sich das Verhältniss Adoeltern und Adoptierte wegen mir verbessert, so edel und dumm bin ich dann doch nicht.
Wenn du noch irgendwelche Fragen an mich hast, kannst du sie gerne stellen.

Liebe Grüße

stinky


RE: Kein Kontakt zur leiblichen Mutter

#4 von Gast ( gelöscht ) , 07.08.2010 14:29

Hallo
Ich bin auch eine Abgebende Mutter und sehe das alles ein wnig anderst alls stinky
Ich hab persönlichen Kontakt zu meinen Sohn den ich vor 20 Jahren abgegeben habe ,er ist heute fast 23 .
Der Kontakt gestaltet sich sehr gut und ich hab überhaupt nicht das gefühl ausgenutz zu werden. Es ist auch ein wirkliches persönliches Interesse von seiner Seite vorhanten. Er ist an allem auch meiner jetztigen Familie interessiert. Wünscht sich regelmäßigen Kontakt. Auch seine Eltern stehen dem nicht im Weg sondern sehen es als bereicherung für den Sohn an. Kontakt zu den Eltern halte ich regelmäßig über das Jugendamt und das funktioniert auch sehr gut.
Ich bin wirklich froh das das alles genau so läuft . Natürlich fahren die Gefühle Achterbahn aber das gehört halt dazu.
Meiner überzeugung nach liegt es an dr einstellung des einzelnen wie das alles so laufen kann

Gast

RE: Kein Kontakt zur leiblichen Mutter

#5 von Gina2706 , 08.01.2012 18:05

Hallo Ihr Lieben,

es passt hier auch rein und ich möchte nicht alles noch einmal schreiben, daher hier der Link.

Meine Erfahrung zum Thema


:herz:liche Grüße

:winkgirl:

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